Samstag, 22. Juni 2013

I AM BANGKOK - Fotoausstellung der Künstlerin Lillian Suwanrumpha


























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Am Samstag, den 15. Juni 2013, eröffnete die in den USA geborene Fotografin und Künstlerin Lillian Suwanrumpha ihre Ausstellung I AM BANGKOK (Ich bin Bangkok) in der Rooftop Gallery in Bangkok. Lillian studierte von 2007 - 2010 am Chelsea College of Art and Design University of the Arts in London.


Video von der Ausstellungseröffnung in Chiang Mai:
http://vimeo.com/81789465
Der Videoclip wurde produziert von: Documentary Arts Asia (http://www.doc-arts.asia/)

Die Austellung dauert vom 20. Juni bis zum 31. Juli 2013.


I AM BANGKOK beabsichtigt über die gesellschaftlichen Stereotypen, Klassenunterschiede und ethnischen Spannungen hinauszugehen, die die Auseinandersetzungen über die Definition des echten Bangkokers dominieren. Leicht übersieht man wegen der glitzernden Fassade der thailändischen Hauptstadt, dass immer mehr Menschen unter der ökonomischen Entwicklung und dem fortschreitenden Herausputzen seiner lokalen (Schickeria) und der Expat-Gemeinden zu leiden haben. Seit Jahren dient die Stadt als Schlachtfeld für die verschiedenen politischen Gruppierungen und der sozialen Klassen. Die nicht selten erbittert diskutierte Frage nach der Identität Bangkoks und der seiner Bewohner ist sehr, sehr kompliziert .

Das Fehlen eines gemeinsamen Dialoges, (gemeinsamen) Zielen oder einfach die enorme Ausdehnung der Stadt sind vielleicht der Grund, weshalb Menschen, die in dieser Ausstellung gemeinsam an einem Ort zu sehen sind, sich (im Alltag) in dieser Stadt niemals (bewusst) treffen würden. Dennoch repräsentieren sie (alle) zusammen die Vielfalt der Menschen (dieser Stadt), obwohl ihre individuellen Geschichten (und Hintergründe) auf die angeborenen (oder hineingewachsenen) Wesensmerkmale verdichtet werden. Dies lässt Raum für Hoffnung, dass sich Bangkoks unterschiedliche Gesellschaftsschichten doch noch (eines Tages) versöhnen. 
Auf der Straße, in den Büros, auf den Märkten, in den Stadien und bei den gegenseitigen Geschäften gibt es bereits gemeinsame Gespräche, Zusammenarbeit und sogar Kameradschaft zwischen den Einheimischen und den Zugewanderten, zwischen Buddhisten, Animisten, den Angehörigen aller Glaubensrichtungen und Atheisten, und zwischen jenen, die sich ein kleines Stück vom urbanen Paradies erhoffen und jenen, die auf deren Arbeit(skraft) angewiesen sind.

Lehrer(in). Student(in). Berufsreisende(r). Taxifahrer(in). Energie-Berater(in). Schriftsteller(in). Journalist(in). Fotograf(in). Diplomat(in). Prostituierte(r). Barkeeper(in). NGO-Beauftragte(r). Bänker(in). Prominente(r). Kämpfer(in). Schauspieler(innen) und Fabrikarbeiter(innen). Thais, Chinesen, Amerikaner, Italiener, Burmesen, Niederländer, "Luek Kreung" (Mischlinge). Als ich sie fragte, ob sie sich selbst als echte (ureigenste) Bangkoker verstehen, antworteten diese Menschen:"Ja, das bin ich".
(Lillian Suwanrhumpa)




Lillian ergänzt das noch nicht abgeschlossene Projekt ständig mit neuen Aufnahmen. Während der Eröffnungsfeier ihrer Ausstellung machte sie von einigen Gästen bereits weitere Fotos für ihre Fotoserie. In den letzten drei Monaten fotografierte sie ca. 60 Menschen, davon sind in der Gallerie 14 großformatige und 12 kleinformatige Bilder ausgestellt.





Anfahrt:
440/10 Sukhumvit 55 ( Thong Lor) , 4th floor, Bangkok, Thailand 10110
Die Galerie befindet sich in einem vierstöckigen Gebäude zwischen der Soi 14 und 16, indem auch das DESIGN INTERNATIONAL INSTITUTE beheimatet ist (mit großem Namenszug auf der Straßenfassade).




Links:

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Kommentare:

  1. Eine Reduktion auf das Wesen des Menschen? Interessant, denn durch diese Nähe bleibt kein Platz für Spekulationen über gesellschaftliche Zugehörigkeit, etc.
    Was spiegelt sich da in den Pupillen? Das Objektiv?

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    1. Stimmt genau,das einzige Erkennungsmerkmal, dass noch bleibt, ist die ethnische Zugehoerigkeit, aber auch die sagt nichts ueber die Herkunft oder die gesellschaftliche Stellung aus. Der Lichtkreis, der sich in den Augen spiegelt, ist eine spezielle Lampe fuer Makroaufnahmen des Gesichtes. Du kannst die Leuchte (der schwarze Kreis vor den Gesichtern der portraitierten) auf dem zweiten und dritten Bild erkennen, wo man die Kuenstlerin bei er arbeit sieht.

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